Viele Pharmaunternehmen entscheiden sich für kleine Stichprobengrößen, wenn die Kosten für das Produkt besonders hoch sind. Bildquelle: Shutterstock-Benutzer Iryna Imago
In einer idealen Welt könnten Arzneimittelhersteller große Chargen eines beliebigen Materials auf Farbkonsistenz und Qualität prüfen. Für viele Pharmaunternehmen ist dies jedoch keine Realität. Die Wirkstoffe, die in einer lebensrettenden Krebstherapie oder einem vielversprechenden neuen Alzheimer-Medikament enthalten sind, sind oft teuer in der Entwicklung, schwierig zu synthetisieren oder werden aus seltenen, endlichen natürlichen Ressourcen hergestellt. Das bedeutet, dass die Arzneimittelhersteller ihre Testproben sorgfältig ausmessen müssen, und in einigen Fällen ist das Material so teuer, dass sie besonders sparsam mit ihren Probengrößen umgehen müssen. Soliris zum Beispiel, ein Medikament zur Behandlung einer sehr seltenen genetischen Erkrankung, dem atypischen hämolytisch-urämischen Syndrom, ist eines der teuersten Medikamente in den Vereinigten Staaten - es wird für 18.000 Dollar pro Dosis verkauft.1 Um Qualitätskontrolltests für ein so teures Medikament durchzuführen, entscheiden sich die Hersteller in der Regel für die kleinstmöglichen Probengrößen, um Produktverschwendung zu vermeiden.
Wenn die Probengröße jedoch abnimmt, kann dies den Farbmessprozess sehr viel komplizierter machen, da viele Farbmessgeräte nicht in der Lage sind, die Farbe sehr kleiner Proben genau zu analysieren; die Geräte sind in der Regel für größere Probengrößen konzipiert, und diesen Einheitsgeräten fehlt das für die Messung von Mikroproben erforderliche Zubehör. Es gibt jedoch eine Reihe hochwertiger spektrophotometrischer Geräte und Zubehör auf dem Markt, die speziell für die Messung kleiner Proben mit höchster Genauigkeit entwickelt wurden. Wenn Sie eines dieser Geräte in Ihrem Labor verwenden, können Sie Ihre Anforderungen an die Probengröße erheblich reduzieren und so wertvolle Materialien schonen.
Warum Farbkonsistenz wichtig ist
Die Messung der Farbe Ihrer pharmazeutischen Produkte ist vor allem aus zwei Gründen wichtig. Erstens kann die Farbe eines Arzneimittels Ihnen dabei helfen, festzustellen, ob in Ihrer Probe Verunreinigungen oder Verschmutzungen vorhanden sind; wenn ein flüssiger Hustenstiller völlig klar sein soll, Ihr Spektralphotometer jedoch einen Gelbstich feststellt, dann ist es möglich, dass Ihre Probe verunreinigt wurde oder dass in Ihrer Produktionslinie etwas nicht stimmt. Der zweite Grund, warum die Farbmessung wichtig ist, ist die Kundenwahrnehmung. Im Allgemeinen vertrauen die Kunden eher Medikamenten, deren Farbe von Pille zu Pille oder Charge zu Charge einheitlich ist. Darüber hinaus haben Studien gezeigt, dass die Farbe eines Medikaments die Wahrnehmung der sensorischen Erfahrung und der Wirksamkeit durch den Verbraucher beeinflussen kann. Die Farbe eines Medikaments kann sich sogar darauf auswirken, ob sich die Anwender an den verschriebenen Medikationsplan halten, so dass die Farbe für die Sicherstellung des therapeutischen Nutzens von entscheidender Bedeutung ist.2 Wenn man jedoch mit knappen oder teuren Medikamenten arbeitet, kann der Prozess der Farbqualitätskontrolle auch teuer werden oder sogar die Medikamentenversorgung gefährden. Je teurer Ihr Produkt ist, desto größer sind die Auswirkungen der Stichprobengröße auf Ihr Endergebnis und die Verfügbarkeit brauchbarer Medikamente.
Die Prüfung kleiner Flüssigkeitsproben erfordert den Einsatz von speziellem Farbmesszubehör. Bildquelle: Shutterstock-Nutzer Davizro Photography