Irgendetwas war anders an meinem Mitarbeiter James. Am nächsten Tag war es dasselbe, und am übernächsten auch. Er bat mich innerhalb eines Monats zweimal um eine Gehaltserhöhung, und beide Male sagte ich ja. Ich konnte einfach nicht Nein sagen zu diesem selbstsicheren, gefassten, braungebrannten Kalifornier. Erst Monate später, im Frühjahr, als er mich in meinem privaten Tennisclub mit drei von fünf Punkten besiegte, kam ich hinter sein Geheimnis. Mir war die Sonnencreme ausgegangen, und ich bat ihn, mir seine zu leihen. Er ließ mich nicht. Ich drängte ihn, aber er lehnte ab. Warum das Geheimnis, fragte ich mich. Als er schließlich eine Toilettenpause einlegte, kramte ich in seiner Tasche und sah nach. Er benutzte getöntes Sonnenschutzmittel! Er hatte sie die ganze Zeit über benutzt! Er war überhaupt nicht braun, das war alles nur Kosmetik! Ich schmierte mir etwas davon ins Gesicht und sah mein Spiegelbild in einer Glasscheibe. Ich sah aus wie Zeus. Ich fühlte mich wie Apollo. "Alles klar", sagte ich, als er zurückkam. "Bist du bereit für ein weiteres Spiel?"

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Getöntes Sonnenschutzmittel kann vor UV-Strahlen schützen und gleichzeitig dem Teint Farbe verleihen. Bildnachweis: Flickr-Nutzer Joe Shlabotnik (CC BY 2.0)

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Die Herstellung von getöntem Sonnenschutzmittel ist ein schwieriger, heikler Prozess

Sonnenschutzmittel sind eine schwierige Angelegenheit. Die Rezepturen für Sonnenschutzmittel variieren1 je nach Farbe, Lichtschutzfaktor, Marke und Verwendungszweck. Da die Verbraucher synthetischen Produkten gegenüber immer misstrauischer werden, müssen die Hersteller von Sonnenschutzmitteln ihre Rezepturen durch natürlichere Inhaltsstoffe ergänzen. Die Komplexität des Prozesses wird durch die Anzahl der Inhaltsstoffe noch verstärkt. Sonnenschutzmittel bestehen aus gereinigtem Wasser, Weichmachern, Gleitmitteln, Emulgatoren, Verdickungsmitteln, Duftstoffen, Farbstoffen, Konservierungsmitteln, und UV-Filtern und Absorbern.

Damit ein getöntes Sonnenschutzmittel die richtige Farbe hat, müssen all diese Inhaltsstoffe in einer genauen Reihenfolge und im richtigen Verhältnis hinzugefügt und fehlerfrei gemischt werden. Bei getönten Sonnenschutzmitteln ist die Homogenität der Mischfarbe mit der Markenkonsistenz verbunden. Da die Farbe eines Sonnenschutzmittels das wichtigste Verkaufsargument eines Unternehmens auf dem Markt für hochwertige Kosmetika ist, können inkonsistente Mischungen und farblich abweichende Sonnenschutzmittel die Kunden vergraulen. Deshalb müssen die Hersteller von getönten Sonnenschutzmitteln alles richtig machen, bevor ihr Produkt in Flaschen abgefüllt wird.

Das ist leichter gesagt als getan. Sonnenschutzmittel sind entweder eine Öl-in-Wasser- oder eine Wasser-in-Öl-Emulsion. Selbst bei richtiger Erwärmung lässt sich diese Mischung nicht immer leicht mischen, so dass oft längere Verarbeitungszeiten erforderlich sind. Pulverförmige Inhaltsstoffe erhöhen diese Schwierigkeit noch, da sie sich nicht immer vollständig auflösen und als Rückstände an den Seiten des Mischbehälters haften bleiben können. Diese Prozessschwierigkeiten können zu uneinheitlichen Chargen führen. Ohne sorgfältige Aufmerksamkeit und strenge Qualitätskontrolle ist es durchaus möglich, dass Sonnenschutzmittelhersteller ein ungenau gefärbtes Produkt abfüllen und versenden.

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Getöntes Sonnenschutzmittel ist gleichzeitig eine Grundierung und kann auch als Feuchtigkeitscreme verwendet werden. Bildnachweis: Flickr-Nutzer Evil Erin (CC BY 2.0)

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Spektrophotometrische Qualitätskontrolle ermöglicht Herstellern die Anpassung der Farbe von Sonnenschutzmittelchargen

Aus diesem Grund verwenden die Hersteller von Sonnenschutzmitteln Spektralphotometer - Geräte, die die Farbe objektiv analysieren - um festzustellen, ob ihre Mischung den Normen entspricht. Die Hersteller programmieren einen Toleranzstandard auf der Grundlage ihres gewünschten Farbtons in das Gerät. Indem sie dann regelmäßig Proben anhand dieses Standards testen, können die Techniker einfach und genau feststellen, ob eine Charge die richtige Farbe hat. Die Einführung dieses Verfahrens ermöglicht es den Herstellern, alle erforderlichen Änderungen an farblich abweichenden Chargen vorzunehmen, wie z. B. die Verlängerung des Mischzyklus, bevor das Sonnenschutzmittel die Wanne verlässt. Um die Homogenität einer Charge zu prüfen, können die Ergebnisse vieler Proben aus demselben Behälter miteinander verglichen werden.

Diese Instrumente sind weitaus effektiver, als wenn man sich bei der Farbqualitätskontrolle auf menschliche Beobachter verlässt. Anders als menschliche Beobachter haben sie kein Problem damit, winzige Unterschiede zwischen ähnlichen Farbtönen zu erkennen. Durch die Messung der Reflexionen eines kontrollierten Lichtstrahls sind sie in der Lage, den exakten Farbton von undurchsichtigen Flüssigkeiten oder Festkörpern mit Dezimalgenauigkeit zu bestimmen. Die in diesen Geräten eingebauten Prozessoren geben Farbe als eine Reihe von Zahlenwerten wieder, die mitgeteilt und reproduziert werden können. Dadurch werden gedruckte Standards und die unscharfen Grenzen subjektiver Farbstandards überflüssig.

Mit mehr als sechs Jahrzehnten Erfahrung in der Entwicklung von Farbmessgeräten für eine Vielzahl von Branchen hat HunterLab gelernt, wie Hersteller ihre Qualitätskontrollprozesse effizient, kostengünstig und einfach verbessern können. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie Spektralphotometer dazu beitragen, dass Sonnenschutzmittel den richtigen Farbton haben, kontaktieren Sie noch heute unsere freundlichen, sachkundigen Vertriebsexperten.