Eine meiner Cousinen ist schon so lange Barkeeperin, dass unsere Verwandten bei Familientreffen nicht mehr fragen, wann sie wieder zur Krankenpflegeschule geht. Sie schien sich nie besonders für den medizinischen Beruf zu interessieren. Das gilt auch für mich. Während ich vielleicht jemand anderen um Hilfe bitten würde, wenn ich das Heimlich-Manöver bräuchte, würde ich ohne zu zögern zu dieser Cousine gehen, um mich über Cocktails beraten zu lassen. Um ihr Wissen über ihren gewählten Beruf zu verbessern, nimmt sie regelmäßig an Touren durch handwerkliche Brennereien teil. Sie plant sogar Reisen in weit entfernte Städte, um Gins, Whiskeys, Rums, Piscos, Baijius und manchmal auch Mondschein zu probieren!
Sie und ich mögen beide Gin, und da ich selbst kein wirkliches Wissen über dieses Thema habe, folge ich ihrem Rat in Bezug auf Gin-Marken immer. Beim letzten Erntedankfest überraschte sie mich mit einem Kurswechsel und riet mir, einen Gin zu meiden, den wir seit Jahren zusammen getrunken hatten. "Die taugen nichts mehr", sagte sie. "Er ist trüb geworden." Wie immer habe ich ihren Rat befolgt.
Die Kunden erwarten kristallklaren, wasserweißen Gin. Bildnachweis: Flickr User Graeme Maclean (CC BY 2.0)