Der Wasserverbrauch ist in den landwirtschaftlichen Prozessen, aus denen die meisten unserer Nahrungsmittel hervorgehen, allgegenwärtig. Vor fünfzig Jahren gingen die Menschen davon aus, dass diese Ressource unendlich sei, da sie weniger Nahrungsmittel verbrauchten als wir heute und daher nur ein Drittel der heute verbrauchten Wassermenge benötigten. Heute hat sich der Wettbewerb um Wasser verschärft, da die Aufgabe, sieben Milliarden Menschen zu ernähren, mit der industriellen Nutzung von Wasser, z. B. für die Produktion von Biokraftstoffen, sowie mit der Urbanisierung konkurriert. In diesem Umfeld wird die Wiederverwendung von landwirtschaftlichen Abwässern, die entweder von den Feldern abfließen (auch als Bewässerungsrückstände bekannt) oder bei der Verarbeitung von Feldfrüchten und verarbeiteten Lebensmitteln anfallen, immer häufiger.
Jeder Teil der landwirtschaftlichen Produktion verbraucht Wasser, vom Anbau und Waschen der Produkte bis zur Fütterung der Tiere. Mit der steigenden Nachfrage nach Gemüse, Obst und Fleisch hat auch der Wettbewerb um Wasser zugenommen.
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Die Details dieser Lösung für die Wasserknappheit sollten jedoch nicht bagatellisiert werden. Agrarabwässer weisen oft einen hohen Gehalt an organischen Stoffen sowie Salzen, Nährstoffen, Pestiziden und anderen Chemikalien auf, die zum Schutz der Kulturen und zur Steigerung der Ernteerträge eingesetzt werden. Angesichts der hohen Konzentrationen dieser Stoffe werden landwirtschaftliche Abwässer häufig mit Quellwasser mit geringerem Salzgehalt gemischt oder sogar entsalzt, um den hohen Salzgehalt zu verringern. Die Wiederverwendung von verunreinigtem Wasser ist jedoch ein ständiges Problem, das die menschliche Gesundheit erheblich gefährden kann, da die Menschen durch Krankheitserreger oder künstliche Chemikalien verunreinigten Produkten ausgesetzt sind.