Die Gardner-Skala ermöglicht die standardisierte Farbmessung von gelben bis braunen transparenten Flüssigkeiten und wird in einer Reihe von Branchen eingesetzt. Bildquelle: Unsplash-Benutzer Sonja Langford
Bei einigen transparenten Flüssigkeiten ist Farblosigkeit das A und O, und die Hersteller verlassen sich auf die APHA/Pt-Co/Hazen-Farbskala, um sowohl die chemische Reinheit als auch die ästhetische Attraktivität farbloser und nahezu farbloser Flüssigkeiten zu gewährleisten. Andere transparente Flüssigkeiten haben jedoch entweder von Natur aus oder aufgrund ihres Designs andere Farbeigenschaften, die eine separate, spezialisierte Farbmessskala für die Gelbfärbung erfordern, die über die von der APHA angebotene Skala hinausgeht. Gelbe bis braune transparente Chemikalien, flüssige Pharmazeutika, Lebensmittel und Getränke sind ideal für die Messung mit der Gardner-Skala geeignet.
Die Gardner-Skala und Farbkonsistenz
Die Gardner-Skala wurde in den 1920er Jahren entwickelt, um die Farbe von Trockenölen, Lacken, Fettsäuren, polymerisierten Fettsäuren und Harzlösungen zu klassifizieren. Ursprünglich bestand die Skala aus 18 flüssigen Standards, die aus Kaliumdichromat, Eisenchlorid, Kobaltchlorid und Kaliumchloroplatinat zusammengesetzt waren und in versiegelten Glasröhrchen zum visuellen Vergleich dargestellt wurden und von hellgelb (1) bis dunkelbraun (18) reichten. Diese Flüssigkeiten waren anfällig für Instabilität, Farbschwankungen und Reproduktionsschwierigkeiten und wurden schließlich 1958 in dem Versuch, die Präzision zu verbessern, durch Glasfilter ersetzt. Die Gardner-Skala blieb jedoch eine visuelle Bewertungsmethode, die sich auf den subjektiven menschlichen Blick stützte, was zu Ungenauigkeiten und Schwierigkeiten bei der Einhaltung der Farbkonsistenz führte.
Die Überwachung der Farbe des Leinöls ermöglicht es den Herstellern, genau die Konsistenz herzustellen, die die Verbraucher wünschen. Bildquelle: Flickr-Benutzer Alsatian