Die Farbe und Klarheit des Transformatorenöls kann Elektroingenieuren viel über das Alter und die Qualität des Öls verraten. Bildquelle: Shutterstock-Benutzer ifong
Ein Ingenieur, der für ein Energieversorgungsunternehmen arbeitet, wird gebeten, zu überprüfen, ob die elektrischen Transformatoren vor Ort ordnungsgemäß funktionieren. Anstatt sich die Hardware der Transformatoren genau anzusehen oder einen Testlauf der Maschine durchzuführen, schaut sich der Ingenieur zunächst die Farbe und Klarheit des verwendeten Transformatorenöls an. Und warum? Weil die Farbe des Transformatorenöls dem Techniker viel darüber verrät, wie gut der Transformator derzeit funktioniert, und er selbst die kleinsten Anzeichen von Problemen erkennen kann, bevor das Gerät eingeschaltet wird. Öltests sind eine schnelle, einfache und kostengünstige Methode, um Betriebsprobleme in einem Transformator festzustellen; es ist vergleichbar mit der monatlichen Überprüfung des Öls eines Automotors, um sicherzustellen, dass der Motor ordnungsgemäß funktioniert.
Viele Energieversorgungsunternehmen prüfen häufig die Farbe und Qualität der von ihnen verwendeten Transformatorenöle, da hochwertige Öle ihre Transformatoren vor Schäden schützen können. Tatsächlich lassen sich mit Hilfe von Transformatorenöltests schätzungsweise 70 % der beginnenden Ausfälle in Transformatoren erkennen.1 Mit Hilfe der UV-Vis-Spektralphotometrie können Ingenieure und Betriebsleiter vor Ort schnell die Farbe von Transformatorenöl prüfen, um sicherzustellen, dass es den strengen Normen entspricht. Durch die regelmäßige Durchführung dieser Tests, entweder vor Ort oder unter Laborbedingungen, können Energieversorgungsunternehmen und andere Industriezweige, die auf Transformatoren angewiesen sind, sicherstellen, dass alle ihre Anlagen mit höchster Effizienz arbeiten.
Bestimmte Arten von Transformatorenölen setzen sich mit der Alterung des Öls am Boden des Transformators ab. Aus diesem Grund verfügen einige Versorgungsunternehmen über Ölfilter vor Ort, um Verunreinigungen im Öl zu entfernen. Bildquelle: Pexels-Benutzer Scott Webb