Medizinische Teststreifen liefern dem Nutzer wichtige Informationen über seine Gesundheit. Bildquelle: Shutterstock-Benutzer memorisz
Medizinische Teststreifen müssen so genau wie möglich sein, um wirksam zu sein, da selbst geringfügige Farbabweichungen zwischen dem Streifen und der farbcodierten Testverpackung negative Folgen für die Person haben können, die den Streifen verwendet. Wenn beispielsweise ein Diabetiker einen Urinteststreifen zur Überwachung seiner Krankheit verwendet, könnte eine Unstimmigkeit zwischen der Farbe des Streifens und dem Diagnosecode zu einer ungenauen Bewertung des Blutzuckerspiegels führen, was die Gesundheit des Patienten gefährden könnte.
Aus diesem Grund müssen die Hersteller medizinischer Teststreifen bei der Entwicklung ihrer Produkte über ein zuverlässiges Protokoll zur Kontrolle der Farbqualität verfügen. Mit spektralphotometrischen Instrumenten können die Hersteller sicherstellen, dass ihre Teststreifen und Diagnosecodes so perfekt wie möglich übereinstimmen, so dass die Kunden leicht erkennen können, wo sie auf der Farbskala stehen.
Warum Farbgenauigkeit bei medizinischen Teststreifen wichtig ist
Während viele medizinische Fachkräfte medizinische Teststreifen verwenden, um Krankheiten bei Patienten zu diagnostizieren, werden selbst verabreichte freiverkäufliche medizinische Teststreifen immer beliebter. Tatsächlich ist der Verkauf von Teststreifen für den Hausgebrauch zwischen 2010 und 2012 um mehr als 45 Prozent gestiegen.1 Insbesondere der Markt für Blutzuckerteststreifen wächst beständig und soll bis 2021 weltweit fast 13 Milliarden Dollar wert sein.2
Trotz der großen Beliebtheit von Teststreifen für zu Hause gibt es jedoch einige Risiken bei der Verwendung von Teststreifen zu Hause. In einer Arztpraxis stehen den Ärzten mehr Mittel zur Verfügung, um Gesundheitszustände wie Diabetes zu diagnostizieren und zu überwachen. Wenn also ein Teststreifen farblich unklar oder ungenau erscheint, kann ein Arzt einfach andere Tests durchführen, um eine korrekte Diagnose zu stellen. Zu Hause jedoch verlassen sich die Benutzer von Teststreifen ausschließlich auf die Farbgenauigkeit des Streifens, um wichtige Informationen über ihre Gesundheit zu erhalten. Solange sie nicht einen Folgetermin mit ihrem Arzt vereinbaren, um zu bestätigen, ob der Teststreifen korrekt war, müssen die Benutzer von Heimteststreifen die Farbe des Teststreifens für bare Münze nehmen.
Die Herausforderung für die Hersteller besteht darin, dass die Farben der Teststreifen nicht immer so deutlich sind, wie sie sein sollten. In einer Studie wurde beispielsweise festgestellt, dass Patienten häufig Schwierigkeiten hatten, die Farbe ihrer Blutzuckerteststreifen richtig zu interpretieren, insbesondere wenn sie eine Sehschwäche hatten oder die Streifen unter schlechten Lichtverhältnissen betrachteten. 3 Und selbst wenn die Teststreifenbenutzer die Farbe des Teststreifens richtig interpretierten, konnten sie keine zuverlässige Diagnose stellen, wenn diese Farbe nicht perfekt mit den vom Teststreifenhersteller bereitgestellten Farbmustern übereinstimmte.
Dies ist ein potenziell gefährliches Problem für Teststreifenbenutzer und Hersteller gleichermaßen. Ein Benutzer könnte einen hohen Glukosespiegel im Blut haben, aber wenn die Farbe des Teststreifens unklar ist oder nicht mit den vom Hersteller angegebenen Farben übereinstimmt, könnte der Benutzer nicht sicher sein, dass er einen hohen Glukosespiegel diagnostiziert hat. Infolgedessen ergreift der Anwender möglicherweise nicht die notwendigen Maßnahmen, um den Blutzuckerspiegel auf ein normales Niveau zu senken.4 Um dieses Problem zu lösen, müssen die Hersteller von Teststreifen ihre Protokolle zur Qualitätskontrolle der Farben verfeinern, um sicherzustellen, dass jeder Teststreifen klare und genaue Ergebnisse liefert.
Die korrekte Färbung ist entscheidend für genaue Ergebnisse bei medizinischen Teststreifen. Bildquelle: Shutterstock-Benutzer Ji Zhou