Die Kunststoffherstellung hat seit den 1950er Jahren erheblich zugenommen und übertrifft damit die Herstellung aller anderen Materialien. Heute werden Kunststoffe in Märkten eingesetzt, die von der Automobilindustrie über die Warenverpackung bis hin zur Lebensmittel- und Getränkeherstellung reichen. Die Farbe von Kunststoffen ist und bleibt ein entscheidender Faktor, anhand dessen Verbraucher die Qualität und Attraktivität von Produkten beurteilen. Ihre genaue Quantifizierung ist jedoch mit besonderen Herausforderungen verbunden.
Häufige Herausforderungen bei der Farbmessung von Kunststoffen
Zu den typischen Herausforderungen bei der Farbmessung von Kunststoffen gehören die folgenden.
Natürliche Gelbfärbung
Virgin-Kunststoffgranulate vergilben während der Verarbeitung aufgrund von Oxidation auf natürliche Weise. Mit zunehmendem Alter oder durch UV-Strahlung kann es zu einer zusätzlichen Vergilbung kommen. Um klare oder nahezu klare Endprodukte zu erzielen, müssen Hersteller optische Aufheller hinzufügen, die im blauen Bereich des sichtbaren Spektrums fluoreszieren, um die Gelbfärbung zu neutralisieren. Das bedeutet, dass fast alle Kunststoffprodukte zumindest einen gewissen Anteil an optischen Aufhellern enthalten. Infolgedessen fluoreszieren diese Materialien von Natur aus und erschweren es, die gewünschte Klarheit und optische Farbqualität zu erzielen.
Regulatorischer Druck
Behörden weltweit erlassen immer strengere Vorschriften hinsichtlich des Anteils an recyceltem Kunststoff, der bei der Herstellung von neuem Kunststoff verwendet werden muss, um eine stärker kreislauforientierte Wirtschaft zu fördern. Eine Erhöhung der Menge an recyceltem Kunststoff führt zu einem entsprechenden Anstieg der Menge an optischen Aufhellern und anderen Additiven im Ausgangsmaterial, auf den sich die Hersteller einstellen müssen.
Diese Herausforderungen machen genaue Farbmessungen noch wichtiger, da eine Abweichung bei der Eingabe die Ergebnisse erheblich beeinflussen kann.
ESG-Initiativen
Neben staatlichen Maßnahmen spüren auch moderne Kunststoffhersteller einen ähnlichen Druck seitens ihrer Stakeholder. Verbraucher, Mitarbeiter und Investoren fordern zunehmend nachhaltigere Praktiken und Transparenz hinsichtlich der Umweltauswirkungen.
Um diesen Belastungen Rechnung zu tragen, führen viele Unternehmen Initiativen in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG) durch, die zur Umsetzung der sechs Grundsätze einer stärker kreislauforientierten Wirtschaft beitragen. Zu diesen Grundsätzen gehören die Minimierung von Abfall, die Maximierung von Ressourcen, die Einsparung von Energie und die Verringerung des CO2-Fußabdrucks.
Lösungsansätze für Herausforderungen bei der Farbmessung in Kunststoffen
Glücklicherweise gibt es mehrere Maßnahmen, mit denen Sie Probleme bei der Farbmessung in der Kunststoffproduktion lösen können.