Jedes Jahr werden viele neue Pflanzenarten entdeckt, und die Farbe ist ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal. Bildnachweis: Unsplash-Nutzer Chris Lee
Allein im Jahr 2016 wurden 1.730 neue Arten von Gefäßpflanzen entdeckt.1 Das mag zwar wie eine große Zahl erscheinen, verblasst aber im Vergleich zur Gesamtzahl der bekannten Arten, die bei etwa 400.000 liegt.2
Die schiere Anzahl der Pflanzen macht eine Kategorisierung unerlässlich. Von den vielen Merkmalen, nach denen wir unsere Pflanzen kategorisieren, ist die Farbe eines der offensichtlichsten und daher auch wichtigsten. Aber natürlich sind Ihre Informationen nur so gut wie Ihre Messungen. Das menschliche Auge nimmt Farbe subjektiv wahr, was für Wissenschaftler, die versuchen, einen objektiven Katalog der Pflanzenfarbe zu erstellen, Probleme aufwirft. Um genau zu sein und einen aussagekräftigen Vergleich anstellen zu können, muss man sich auf ein digitales Instrument wie ein Spektralphotometer verlassen.
Farbe als wichtiges Hilfsmittel bei der Identifizierung von Pflanzen
Es gibt viele wichtige Gründe, ähnlich gefärbte Pflanzen unterscheiden zu können. Botaniker im Feld können sich auf die Farbbestimmung stützen, um ansonsten ähnliche Pflanzen zu unterscheiden oder um eine neue Art zu identifizieren. Rosenzüchter und andere Blumenzüchter achten genau auf die Farbe, um ihre Anbaumethoden zu verbessern, geeignete Blumen für verschiedene Verwendungszwecke auszuwählen und zwischen Wildblumenarten zu unterscheiden. Lebensmittelverarbeiter, wie Safranhersteller und -händler, können die Farbe nutzen, um Verfälschungen des Angebots zu erkennen. Landverwalter können sich auf die Farberkennung verlassen, um invasive Arten zu erkennen oder das Wachstum gefährdeter Arten zu fördern, aber auch für einfache Erhebungen. Förster verlassen sich unter anderem auf die Farbe, um zwischen ähnlichen Baumarten und anderer Waldvegetation zu unterscheiden.3
Mit Hilfe der Farbe lassen sich Bäume in einem Wald unterscheiden. Bildnachweis: Unsplash-Nutzer Noah Silliman