Als die trocken abwischbaren Marker in den 1990er Jahren in den USA auf den Markt kamen, waren sie bei Wissenschaftlern, Lehrern und Ingenieuren sofort beliebt.1 Im Gegensatz zu Kreide, die unordentlich, schwer zu beschriften und schwer zu reinigen war, waren die trocken abwischbaren Marker für die Verbraucher weitaus praktischer - sie konnten Hunderte von Malen auf derselben Oberfläche schreiben, ohne Farbschlieren oder Kreidestaub zu hinterlassen. Auch heute noch sind trocken abwischbare Marker eines der beliebtesten Schreibgeräte der Welt. Um Kunden anzulocken, müssen die Hersteller von Markern jedoch ein wirksames Farbqualitätskontrollprotokoll verwenden, um ihre Produkte auf Deckkraft und Radierbarkeit zu testen. Da trocken abwischbare Marker so beliebt sind, können nur die farbintensivsten und am besten löschbaren Produkte konkurrieren. Wenn Sie Ihre Produkte von Anfang an bewerten, werden Sie in dieser hart umkämpften Branche mehr Kunden anziehen.
Wie misst man rutschige Polymere?
Bei der Messung der Farbe von Permanentmarkern wird die Farbe einfach auf ein weißes Blatt Papier aufgetragen und mit einem Spektralphotometer analysiert. Theoretisch kann ein trockener Radiergummi mit der gleichen Technik gemessen werden. In der Praxis stellen trocken abwischbare Marker jedoch besondere Anforderungen, die bei der Messung berücksichtigt werden müssen.
Im Gegensatz zu Permanent- oder Wet Erase Markern, die aus einer Mischung von Farbpigmenten und Acrylpolymeren bestehen, wird bei einem Dry Erase Marker ein Polymer auf Silikonbasis verwendet.2 Diese Art von Polymer ist ölig und extrem rutschig, und es ist diese ölige Eigenschaft, die der Tinte ihre Radierbarkeit verleiht. Während andere Acrylpolymere auf porösen Oberflächen haften, rutscht die Tinte eines trockenen Löschstiftes eher von Glas oder Whiteboard-Material ab. Wenn die Tinte richtig formuliert ist, hinterlässt sie nur dann Flecken, wenn sie über einen längeren Zeitraum auf der Oberfläche verbleibt (in der Regel Wochen oder sogar Monate nach dem ursprünglichen Auftragen).
Diese Glätte ist zwar ein Zeichen dafür, dass Ihr Trockenlöschstift hochwertig ist, erschwert aber auch die Prüfung der Markerfarben mit den Farbmessverfahren, die für andere Markerarten verwendet werden, und erfordert besondere Sorgfalt bei der Messung. Anstatt die Farbe auf Papier zu messen, müssen Sie eine Probe auf einem Whiteboard machen und diese Probe dann mit Ihrem Spektralfotometer analysieren. Da die Tinte jedoch so glitschig ist, kann es passieren, dass Sie den größten Teil der Probe versehentlich abwischen, wenn Sie mit dem Farbmuster über das Spektralphotometer streichen, bevor es getestet werden kann. Daher ist es wichtig, ein berührungsfreies Gerät zu verwenden, das den direkten Kontakt mit der Probe vermeidet, und darauf zu achten, dass die Probe nicht manuell gestört wird. Viele Spektralphotometer sind in der Lage, die Farbe zu messen, ohne die Probe direkt zu berühren, und diese sind die effektivsten Geräte, die Sie in Ihrem Labor haben.
Helle Trockenlöschstifte wie Gelb, Grün und Hellblau sind schwieriger zu testen, weil sie nicht so undurchsichtig oder dicht pigmentiert sind wie dunklere Farben. Bildquelle: Flickr-Benutzer upsidedownsphere